Gemeinnütziger Verein Grenzturm e.V. Ostseebad Kühlungsborn Turmbesichtigung freitags von 15-17 Uhr kurzfristig unter
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Der Turm und militärische Einheiten in Kühlungsborn

1973 wurde dieser See-Grenzbeobachtungsturm (BT 11) vom 3.Grenzbataillon der GBK, der DDR, an der jetzigen Stelle errichtet. Von der 15 m hohen Kanzel aus konnten die Grenzer ein bis zu 12 Seemeilen weites Seegebiet absuchen. 27 Türme dieses Typs standen entlang der Seegrenze. Heute sind nur noch zwei erhalten.

Technische Daten:

Grenzbeobachtungsturm BT 11
Ort : 54º 9'14.85"N 11º45`32.59" E
Baujahr 1963
Kanzelhöhe: 11 m
Gesamthöhe: 15 m

Zweck: Beobachtung von Schiffsbewegungen und Fluchtversuchen an der Seegrenze der DDR bis 1989
Besatzung: 4 Personen, Nutzung nur bis Windstärke 6
Ausrüstung: Starke Ferngläser, Zielpeileinrichtung, 8 verschließbare Schießscharten, Heizung, Suchscheinwerfer, Notstromversorgung, Feuerlöscher, Funkgerät u. Wechselsprechanlage.
Kommunikation: Ständige Verbindung zum "Grenzmeldenetz" über Funkgerät und Kabelnetz


Der „Turmalltag“ der Grenzsoldaten:

Die Soldaten bestiegen über versetzte Stahlleitern die Beobachtungskanzel, die einen 360°-Panoramablick über Meer und Küste ermöglichte. Die Dienstzeit betrug 6 bis 12 Stunden. Jede verdächtig erscheinende Bewegung wurde protokolliert. Mit dem Fernrohr wurde das Wasser stetig nach Auffälligem abgesucht. Durch die Funkeinrichtungen, die in das Grenzmeldenetz eingebunden waren, konnten die Grenzschiffe oder Landeinheiten Hubschrauber sofort verständigt werden. Der Suchscheinwerfer auf dem Dach diente der Ausleuchtung des Nahbereiches und wurde von innen bedient. Abends wurden im Abstand von mehreren Kilometern, an der Küste, mobile Lichtbogeneinwerfer (16 KW) aufgefahren. Der Strahl, der extrem starken Scheinwerfer, strich regelmäßig über den Strand, weit über das Meer oder wurde auf verdächtige Objekte gerichtet.

Inneneinrichtung: starkes Fernrohr, fest montiert auf Stativ und
Handfernrohr, Funkeinrichtungen, Schreibtisch mit Karten, Uhr

 
 
 
 

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